Sonntag, 5. September 2021

15. Etappe 69 km Dettelbach-Assamstadt

 


Oh Mann, was für ein Tag! Heute wurde es zäh. Bernd hat 12h 15 min bis ins Ziel gebraucht, war also um 18:45 Uhr da.

Der erste Verlaufer war so gegen 8 Uhr, da hatte er einen Abzweig verpasst und es aber schnell gemerkt und mich angerufen. Ich lotste ihn zurück, das war fast kein Umweg. Später kamen aber noch mehr.

Bevor ich Bernd am VP2 in Ochsenfurt traf, schrieb ich den Blog auf einem Parkplatz direkt am Main. Ich hatte am Sonntag kein WLan in der Nähe gefunden. Aber der Platz war herrlich.

Jeden Tag wieder soo schön



Thomas beim Markieren

Ochsenfurt



mein Blogger-Platz am Main

Dann schnell zu VP2, dort kamen außer Michael, der schon durch war, nach und nach die verbliebenen Läufer an. Andreas kam leider im Auto von Karl dort an, er war am VP1 wegen der Probleme mit der Achillessehne ausgestiegen. Ach menno, wie schade. Aber erhat den Deutschlandlauf schon mehrfach gefinisht und ist sehr erfahren. Er weiß schon was er macht. Nun sind nur noch 8 Läufer in der Gesamtwertung. Da die anderen langsameren Läufer - Rainer und Uli leider draußen sind, ist Bernd wieder auf dem letzten Platz. Oder eben auf Platz 8 von den 20 gestarteten Läufern.

Nachdem Bernd durch war an VP2 fuhr ich zum VP3. Es wurde nun wärmer, herrlicher Sonnenschein und 25 Grad waren angesagt. Auf der Strecke gab es wenig Schatten.  Es war Weingegend und die Strecke führte auch durch die Weinberge, immer wieder auf und ab. Ansonsten führte die Strecke heute sehr viel auf Radwegen entlang, auch auf einer alten Bahnstrecke. Ach schön, nicht so gefährlich wie auf der Straße.

An VP3 hatte Bernd schon einen ganz schönen Abstand zu den Läufern vor ihm - Madelaine, Anton und Martin. Aber er lief eben in seinem Tempo, anders geht es ja nicht.

Ich fuhr dann zur Halle in Assamstadt - eine herrliche, große, saubere Halle zum Wohlfühlen.

Da die Strecke auch am Ende so einige Höhenmeter hatte, fuhr ich Bernd mit dem Auto entgegen und traf ihn an der Strecke in Bad Mergentheim, 13 km vor dem Ziel. Da war schon zu merken, dass es später werden würde. Bernd hatte mal wieder keine Ahnung, wie weit es noch ist und die 13km deprimierten ihn. Er hatte so an 5km gedacht.

Dann fuhr ich zu VP5 und traf Hansi. Alle anderen Läufer waren schon durch. Wir warteten recht lange, in Bad Mergentheim gab es wieder einen kleinen Verlaufer. Aber bevor ich es bermerkt hatte und anrufen konnte hatte Bernd schon umgedreht. Dann nochmal eine schöne Pause an VP5 mit einem alkoholfreien Radler und weiter ging es. Noch 10 km. Ich blieb in der Nähe und wollte ihn an der Strecke nochmal treffen.

Im nächsten Ort - Althausen - wich die markierte Strecke vom Track auf der Uhr ab und führte immer weiter weg. Thomas, der keinen Track hat (da Handy durch die Regentage defekt) und nur nach dem Zettel der Streckenbeschreibung markiert, hatte hier schlicht falsch markiert. Wie vor ein paar Tagen in Unteressbach auch schon einmal. Wie vorgeschrieben folgte Bernd der Markierung immer weiter in die Berge und immer weiter weg vom Track. Nach einer Weile kam ihm das komisch vor und er irrte etwas hin und her. Man muss sich vorstellen: er war seit mehr als 11 Stunden unterwegs und bei km 60 (bzw. mehr mit seinen Verlaufern). Da kann man so was gar nicht gebrauchen und will nur noch nach Hause! 

Wir telefonierten und da ich merkte, dass er sich in den Bergen nicht zurechtfand, lotste ich ihn auf die Straße - die eigentliche Strecke - zurück. Das Ganze hat viel Zeit und Kraft - auch mentale Kraft - gekostet. Irgendwann bog auch die falsch markierte Strecke wieder auf die Straße ein und nun konnte er sich auch wieder nach den Pfeilen richten.

Ja und dann endlich, 18:45 Uhr, der Zieleinlauf. Eberhard, der Zeitnehmer, lief ihm entgegen und die letzte Strecke den Berg hoch mit. Hansi vom VP5 lief mit Bernd zusammen ins Ziel. Alle freuten sich, dass er wohlbehalten angekommen war.


noch 13 km...

Gegend bei Althausen


Der  Schuh ist doch ein Schwächling!

Der Verlaufer bei Althausen

Nun möglichst zügig duschen und essen. Die anderen waren schon fertig mit Abendessen. Es gab Hühnchen - aber nicht mehr für die Letzten. Für uns nur noch Bratwurst. Es ist ein recht großer Troß an Helfern und ausgestiegenen Mitfahrern (11 Helfer, 4 Mitfahrer incl.  Begleitung, 8 Läufer und ich). Es wäre schon wünschenswert, wenn es das leckere Essen auch noch für den letzten Läufer gäbe. Gestern war z.B. die Quarkspeise alle, bevor Andreas ins Ziel gekommen war. Na egal.

Bernd hat trotzdem noch gut gegessen, ich hatte selbst noch Tomaten und einen Quark. Dann war schon Schlafenszeit.

14. Etappe 75km Unteressfeld - Dettelbach

 

Rügheim, der Ort des VP2

Heute mit 75 km die längste Etappe.

Die Nacht in der Halle in 1. Stock war gut, aber die Wege zur Toilette und zum Frühstück sind weit. Da man immer mehrmals hin und her geht, macht sich das bemerkbar. Es fühlt sich einfach unbequem an.

Zum Frühstart hatten sich nur 2 Läufer eingefunden, Uli und Bernd. Uli hatte aber gestern schon Zweifel, ob es für ihn weiter geht. Am 1.VP stieg er dann leider aus und bei Karl ins Auto ein. Er gab noch eine Kiste Bier aus und fuhr nach Hause. Schade lieber Uli, wir werden dich vermissen.

Bernd traf ich nach  meinem obligatorischen WLan-Stop bei Rewe an VP2 in dem hübschen Ort Rügheim. Es wurde langsam wärmer, 25 Grad waren angesagt. An VP2 war dann meine Smartphone SD Karte voll - ich wollte doch aber weiter Videos drehen! Zum Glück war Samstag und nicht Sonntag und es war eine Stadt in der Nähe. In Haßfurt im Elektronikmarkt wurde mir superschnell geholfen und die neue Karte gleich eingelegt. Prima! Kurz außerhalb von Haßfurt war dann auch der VP2 mit Annette, hier wartete ich noch einmal auf Bernd. Er kam recht frühzeitig dort an und berichtete, dass es nichts gibt. Keine Schmerzen oder ähnliches. Er ließ sich gut verpflegen, Milchbrei und Radler, dann ging es weiter.

Die Gegend war sehr hübsch und die Strecke führte viel über Fahrradwege. Ich sah heute die ersten Weinreben. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich die Gegend von Tag zu Tag verändert.

Bernd lief weiter in einem schnellen Tempo und ich fuhr nach Dettelbach zur heutigen Maintalhalle. Die Halle an sich war schön und die sanitären Anlagen ausreichend. Leider aber alles ziemlich schmutzig. Wann da wohl das letzte Mal saubergemacht wurde? Na ja, irgendwas ist ja immer. Ich duschte, richtete das Lager und startete gegen 15h mit dem Fahrrad, um Bernd entgegen zu fahren. Es war eine so wunderschöne Tour! Das Wetter angenehm (ok, für Läufer etwas warm), die Strecke angenehm zu fahren und die Gegend wunderschön. Ich genoss es einfach nur. Bis auf Michael, der schon im Ziel war, traf ich alle Läufer, die vor Bernd waren. Am VP6, km 65,5 traf ich Bernd. Conny war auch gerade da, Martin und Anton noch nicht. Normalerweise sind sie weit vor Bernd. Daran sieht man, was für einen tollen Lauf Bernd hatte.  Martin und Anton tauchten dann aber am Horizont auf, es fehlte jetzt noch Andreas. Er war heute langsamer, Probleme mit der Achillessehne.

Kurz nach VP2

Viel Glück!

Der Main

Etwa km 71


Bernd und ich hatten dann eine schöne gemeinsame Tour zur Halle. Es war perfekt. Nach genau 11:00 Stunden Zieleinlauf, ein Schnitt von 8:37 min/km. Wow!

Duschen, Abendessen, etwas die Beine hochlegen - schon ging das Licht aus. Zum Abendessen gab es Linsensuppe mit Würstchen, Nudeln, Reis, Tofu... Etwas eigenartige Mischung. Ich hatte noch Mozzarella und Tomaten gekauft.

Nachdem Uli ausgestiegen ist, sind nur noch 9 Läufer in der Gesamtwertung. Inzwischen gibt es mehr Helfer (12) als Läufer der Gesamtstrecke...

Freitag, 3. September 2021

13. Etappe 66 km Ilmenau-Manebach - Unteressfeld

Ganz lieben Dank wieder einmal für euer Mitfiebern und die guten Wünsche! So langsam wird es zäh und es gibt Läufer, die keine rechte Lust mehr haben. Anders Bernd - er meinte heute morgen (Samstag, vor 14. Etappe) er wäre nun daran gewöhnt und es sei ben wir arbeiten gehen.



Hildburghausen

Start am Morgen bei 8 Grad, brrr. Bernd mit Handschuhen. Die Etappe hat mehr Gefälle als Steigungen, aber das ist auch schwer zu laufen. Ziemlich am Beginn allerdings ein heftiger Anstieg, ist halt am Rennsteig.

Ich traf Bernd am VP3 und fuhr danach in die Halle in Untereßfeld. Oh je, die Sporthalle einer Grundschule lag im Obergeschoss, die je 2 Toiletten und Waschbecken für m + w im Untergeschoss. Nur kaltes Wasser, gar keine Dusche. Öfter mal was Neues.

Die Frühstarter. Auf dem Bild fehlen noch Edda und Sigrid, aber beide beenden die Etappe nicht.

Morgens am Rennsteig

am VP3 bei Hildburghausen

Eigentlich wolle ich mit dem Fahrrad zum VP5 fahren, aber die Strecke verlief größenteils an der Straße entlang - da kann ich ja nur im Abstand von 100 Metern hinter Bernd her. Ist ja nichts, was man zusammen macht. Also fuhr ich mit dem Auto. Es war sehr warm, 25 Grad, kein Wölkchen am Himmel. Der VP lag ganz nahe der ehemaligen Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Wir sind also heute "in den Westen gemacht". Gegen 16:15 Uhr kam Bernd und war gut drauf wie immer. Noch 10 km zum Ziel. 

Nach 11h 34 min lief er ein, ein Schnitt von 9:20 min /km. Oder etwas mehr, denn Bernds Uhr zeigt 67,8 km. Die Strecke war am Ende verwirrend, denn es wurde versehentlich an einer Kreuzung im Dorf vorher falsch markiert und nun wich die markierte Strecke vom Track auf der Uhr ab. Die markierte Strecke war nun auch 1,5 km länger. Hier hatten manche Läufer Schwierigkeiten, es wäre schöner gewesen, wenn diese Abweichung kommuniziert worden wäre - z.B. am VP5. Etwa 500 Meter vorm Ziel wusste Bernd nicht wo lang, aber dank Tracker konnte ich ihn lotsen.

Unterfranken - so sehen die Orte hier aus


Hansi VP5 km 54 - den ganzen Tag in der Sonne

"
"Grenzübertritt"

Trappstadt - km57



Edda, die vorletzte in der Gesamtwertung verbliebene Frau, musste heute leider aufgeben. Es ist nun nur noch Madelaine in der Gesamtwertung und insgesamt sind es noch 10 Läufer.

Wie immer brauchte er sehr lange zum "frisch machen" und das war am Waschbecken und ohne Sitzbank zum Umziehen auch sehr unbequem. Danach gab es gleich Abendessen, Thüringer Bratwurst mit Kartoffelbrei. Bernd unterhielt sich danach draußen noch eine ganze Weile mit Anton, ich machte die Sachen für morgen fertig. Und dann - guts Nächtle!



  

12. Etappe 71km Frohnsdorf - Ilmenau Manebach

 

Sonnenaufgang

Heute eine lange und schwere Etappe, 71km und 900 HM. Es geht in den Thüringer Wald, der Rennsteig wird überquert.

Obwohl die Sporthalle ganz nett war, war es eine der schlechteren Nächte. Es herrschte immer wieder Unruhe, Toilettengänger, Schnarcher. Und obwohl ich schon ein langes Shirt angezogen hatte, fror ich in der kalten Halle.

Morgens lief dann aber alles glatt, Bernd hat gut gefrühstückt und stand pünktlich am Start. Das Wetter war gut, morgens frische 11 Grad und Nebel, später aber Sonne und Wolken, 21 Grad.

Ich wollte zu VP 2, km21, kommen, der war aber wegen einer Baustelle nur mit großem Umweg zu erreichen. Als ich ankam, war Bernd schon da. Er nahm aber trotzdem einen Milchbrei. Dann fuhr ich zu VP4, km 42. Manchmal ist es nicht leicht, den richtigen Ort für den VP zu finden, selbst für die Helfer. Diesmal ging es Heinrich, VP4, so. Er hatte den VP auf der falschen Seite des Flüßchens Gera aufgebaut. Die Streckenbeschreibung war da aber auch ungenau und Garmin Connect oder Komoot hat ja nicht jeder. Als ich ankam war er schon sehr beunruhigt, denn es hätte längst Thomas für die Steckenmarkierung und auch der erste Läufer durchkommen müssen. Ich schaute mir die Gegend und die Strecke auf Garmin Connect an und wir stellten den Fehler fest. Leider waren da schon die beiden ersten Läufer durch, Michael und Günther. Frank konnten wir gerade noch abfangen.

Am VP 4


Conny erfreut sich immer an allem:Pferde, Kühe, Blumen...
 
Ich fuhr danach zur Sporthalle Ilmenau Manebach - eine sehr schöne und toll gelegene mit allem: genug Platz, genug Sanitäranlagen und ein Aufenthaltsraum. Super.

Der Blick von der Sporthalle



Mit dem Auto fuhr ich Bernd dann entgegen zum VP6 bei km 61. Ja, heute gab es 6 VPs, wegen der langen Etappe. Warum nicht mit dem Rad? Hihi, da hätte Bernd mitschieben müssen! Der fetteste Anstieg kam am Schluss!



Etwa um 16:40 Uhr kam Bernd dort an. Nun noch einmal 10km über den Berg, oh je. Aber auf dieser Strecke - vor allem auf dem abfallenden Teil - ritt ihn noch ein Teufelchen und er überholte noch 2 Läufer. Nach 11h 49 min kam er ins Ziel, Pace 9:52 min/km. Sehr gut bei dieser langen schweren Strecke. Und gerade richtig, um vor dem um 19 Uhr angesetzten Abendessen noch zu duschen. Es gab Spaghetti Bolognese und Salat. Lecker.

Die letzte Läuferin - Rosemarie - kam um 20:30h ins Ziel, es wurde schon dunkel. Sie ist auch verletzt und fährt morgen nach Hause. Auch Andreas R. war heute nicht gestartet und fährt morgen ebenfalls heim. So weit ich weiß war es bei allen ausgeschiedenen Läufern (außer bei Conny) der Shin Splint. Nun sind leider nur noch 11 von 20 gestarteten Läufern in der Gesamtwertung. 

Am VP6, km 61

Autobahnbrücke, ca km 64



Mittwoch, 1. September 2021

11. Etappe 61 km Eisenach - Sömmerda-Frohndorf: Bergfest!

Bergfest! Die Hälfte ist geschafft!

 

Die Nacht war wirklich sehr gut. Leider ging um 4:30h das Licht in der Halle an. Warum? Wecken ist um 5:00 Uhr. Es stand auch niemand auf und 5 min später wurde das Licht wieder ausgeschaltet. Na ja, wach war ich ja nun. Bernd schlief aber nochmal ein.

Beim Start der Frühstarter um 6:30h gab es etwas Hin und Her. Edda war erst um 6:00h aufgewacht und es hieß dann, der Frühstart verschiebt sich um 10 min. Das wurde dann wieder zurückgenommen, aber man musste nachfragen. Rainer ging allerdings von 6:40h aus und startete dann erst 3 min nach den anderen. Das wäre ja nicht schlimm, aber er hatte sicher Streß. Das ist doof. 

Bernd ging es gut, er hatte schön gefrühstückt und war frohen Mutes losgelaufen. Heute wird schönes Wetter erwartet, Sonne und Wolken, max. 21 Grad. Morgens ist es schon sehr herbstlich, heute 11 Grad. Die Strecke hat keine großen Steigungen.

Am VP 2

Gegend - im Hintergrund das Kyffhäusergebirge


Ich besuchte Bernd bei VP2 und VP3. Milchbrei wurde ich gut los, auch Streuselschnecke. Und weil es warm war lieber Malzbier als Kaffee.  Die Strecke zwischen beiden VPs war zum Teil sehr schwierig zu laufen und aufgeweicht. Später gab es weitere schwierig zu laufende schmale Strecken mit Klamotten, Matsch und Schlamm. Kein Wunder, es hatte hier wohl vor 2 Tagen stark geregnet, 100 l/qm. Da war es ein Glück, dass die Strecke überhaupt gelaufen werden konnte. 

In der Nähe des Zielortes - hier hatte es viel geregnet


Leider greifen weiter Überlastungserscheinungen und Verletzungen um sich. Andreas R. und Rainer kämpfen mit Shin Splint. Das ist sehr schmerzhaft. Madelaine ist heute auf einer Bundesstraße gestürzt und hat sich das Knie aufgeschlagen. 

Überhaupt - diese Straßen! Ich fuhr Bernd entgegen, fast 6km ebenfalls auf Landstraßen. Die Autos fuhren manchmal sehr rücksichtslos an mir Radfahrer vorbei. Wie mag es da den Läufern gehen?

Nach 6km kam ich zu der Stelle, an der die halbe Gesamtstrecke erreicht war (km 55 der Strecke). Hier wartete ich auf Bernd und machte Fotos von den Läufern, die gerade vorbeikamen. Wetter war nun sehr schön, Sonne mit Wolken, 21 Grad, etwas Wind. 

Bernd kam und feierte die Halbzeit. Dann ging es zusammen weiter. Wegen der Strecke auf der Straße Bernd am linken Fahrbahnrand, ich als Radfahrer rechts 100m hinter ihm, damit die Autos uns beiden gut ausweichen können. Blöder Verkehr! Nach 9h 13 min kam er ins Ziel, ein Schnitt von 9 min/km. Sehr gut bei der schweren Strecke.

Die Halle heute ist in einem kleinen Dorf. Eine kleine alte aber für uns sehr schöne Halle mit Aufenthaltsraum. Alles da und kurze Wege. Warmes Wasser und Waschbecken mit Stöpsel. Ideal zum Wäsche waschen!



Zum Abendessen gab es Dosen-Nudelsuppe, aufgepeppt mit frischen Möhren und Leberkäse. War ok. Ich hatte noch kleine süße Tomaten und Mozzarella sowie Himbeeren gekauft, lecker.

Dienstag, 31. August 2021

10. Etappe 63,5km Schönebeck - Lutherstadt Eisleben

 

Eisleben

Endlich hatte der Regen aufgehört! Es soll trocken bleiben!

Die Nacht in der Halle war sehr gut. Es gab zwei Schnarcher, aber die lagen so weit von uns entfernt, dass wir das nur ganz leise hörten. Das Licht ging um 4:43 Uhr statt 5:00 Uhr an, keiner weiß warum.

Bernd war wieder zeitig genug fertig und startete mit den Frühstartern um 6:30h. Es war wieder dieselbe Truppe wie gestern. Die Außenkante des linken Fußes tat Bernd nach dem Schuhanziehen wieder mehr weh, daher fuhr ich gleich mal zu VP1, idyllisch an einer Bahnlinie gelegen. Der Schmerz hatte dann doch wieder nachgelassen oder war zumindest nicht stärker geworden.  

Ok, dann einen McDonalds aufgesucht, ein paar Birnen vom Straßenrand gekostet und zum VP3 gefahren. Einige Läufer konnte ich dort begrüßen, nur die 3 Läufer der Spitze waren schon durch. Bald kam auch Bernd und holte sich einen zweiten Milchbrei und Kaffee ab. Inzwischen glaube ich, dass der Milchbrei Wunderwirkung hat, was die Ernährung betrifft. 

Die Bode



Treff unterwegs

Ankuft am VP3

Dann fuhr ich zur Glück-Auf-Halle und freute mich. Sie war schon offen für uns, groß und mit mehr als ausreichenden Sanitäranlagen bestückt. Eine gute Nacht wird kommen! Als ich unser Lager aufgebaut hatte, übte die Matratze eine sehr starke Anziehungskraft auf mich aus. Ich hatte ein so starkes Bedürfnis, mich hinzulegen. Komisch, so wenig schlafen wir ja gar nicht. Ich lgte mich hin und schwupp war ich für 20 min weg. Herrlich so ein Schläfchen. Es war danach noch genug Zeit, Bernd entgegen zu fahren. Er war etwa bei km 50 von 63. Ich fuhr los und merkte, dass es erst mal nur abwärts geht. Oha, beim Rückweg also aufwärts. Ein hartes Ende des Tages. Nachdem ich aus Eisleben heraus war, wurde die Strecke unmöglich zum Fahrradfahren. Ein ausgefahrener Feldweg, Steine und Klamotten und stark bergauf. Schieben und viel Wind. Ich kam so natürlich nicht richtig vorwärts. Bald kam mir Frank entgegen und dann die anderen Läufer, alles wie immer. Georg und Andreas, Martin und Anton, Madelaine, Gerd (Etappenläufer).

 Ich war inzwischen auf dem Feldweg bis zur Landstraße L151 gekommen, klein aber stark befahren und die rasen hier wie irre. Solche Streckenverläufe finde ich total gefährlich und blöd. Wenn ich daran denke, wie schief manche Läufer schon laufen und auch manchmal wanken, wird mir ganz anders. Hoffentlich geht alles gut. Bernd scheint an solchen Strecken aber sehr aufmerksam zu sein. Besorgt bin ich natürlich trotzdem.

Er kam dann stetig angelaufen und die letzten 5km waren wir zusammen. Es hat wieder Spaß gemacht. Nach 9h 53 min kam er ins Ziel, 9:17 min/km.

Vor dem Abendessen und danach war dann noch Zeit, die Beine hochzulegen. Herrlich. Es gab (Fertig)Bratkartoffeln und gebratenen Fisch, das war ok. Ich hatte sowieso einen Riesenappetit auf Kartoffeln.  

Auf Rainer mussten wir sehr lange warten, er kam erst nach 12h 37 min rein, also um 19:07h. Bisher kam er immer vor Rosemarie und Edda ins Ziel. Das ist dann schon sehr kurz um zu duschen, essen und regenerieren. Hoffenlich ist er nicht verletzt, ich habe ihn noch gar nicht sprechen können. 

Eisenach im Hintergrund

Abraumhalden

Treffen an der Landstraße

Herrlich!


Montag, 30. August 2021

9. Etappe 67 km Jerichow -Schönebeck (Elbe)

Der wichtigte Inhalt des LKW: BIER !



 Die bisher längste Etappe!

Die Nacht in der großen Halle war sehr gut. Nachts prasselte der Regen auf das Hallendach - nicht normaler Regen, es war wie eine stundenlange Sintflut. Ich mache mir Gedanken, ob der Regen wohl am Morgen immer noch da ist und wie es sich auf den aufgeweichten Wegen wohl laufen lässt. Immerhin war es morgens beim Start trocken.

Bernd war frühzeitig fertig und so machte er den Frühstart für langsame Läufer um 6:30 Uhr mit. Er war nicht allein, neben Edda und Rosemarie (die immer um &:30h starten) waren auch Rainer und Ulrich sowie ein neu dazu gekommener Etappenläufer - Gerd - dabei.

Die Frühstarter

Leider mussten wir uns von Joachim verabschieden. Er hatte gestern schon starke muskuläre Probleme und die waren über Nacht noch schlimmer geworden. Ich brachte ihn morgens zum Bahnhof nach Stendal. Sehr schade. 

Danach ließ ich mich vom Handy zum nächste MacDonalds navigieren, einen Rewe gibts hier nicht. Als ich auf den Parkplatz fuhr dachte ich, wie sehr sich diese Läden doch gleichen. Sogar der Parkplatz ist so wie der gestern aufgeteilt. Ha, das war der Witz des Tages! Es war derselbe MacDonalds wie gestern! Irre! Ich weiß schon nicht mehr wo ich gestern war!  

Zum VP2 schaffte ich es dann nicht mehr, es waren von Stendal aus mehr als 50km zu VP2 oder VP3. Also fuhr ich nach Burg bei Magdeburg zum VP3 bei km 33, den Annett bewirtschaftet. Ich kam gerade an als Michael Kiene, der Führende des Tages und des Gesamtlaufes, eintraf. Nun kamen nach und nach und zum Teil mit großem Abstand alle Läufer dort an, immer in der gleichen Reihenfolge wie jeden Tag. Nach ca. 1h kam auch Bernd. Ihm ging es gut wie immer. Er nahm sich auch schön Zeit für Milchbrei, Kuchen usw.

Ich fuhr danach in die Halle nach Schönebeck. In die Jahre gekommen, aber die Sanitäranlagen neu und in großer Anzahl vorhanden. Und ein großer Vorraum, in dem wir essen können ohne nass zu werden.

Das Wetter schien sich zu bessern aber aufs Rad wollte ich doch nicht. Um 14:30 rief Bernd an und wollte mir sagen, dass er bald da ist. Na ja denkste, er war bei km 56, es fehlten noch 10 km. Das deprimierte ihn etwas, aber was half es? Ich setzte mich ins Auto und traf ihn ca. bei km 60 und dann noch 2x an der Strecke. Da war er wieder fröhlich drauf. In seiner Nähe war Andreas und beide liefen dann gemeinsam ein. Bernds Zeit war 10:13h, 16Uhr 43. Etwas Ausruhen, etwas essen, duschen - das dauert dann schon mal 70 min. Aber es war ja genug Zeit.

Gegend - flach

Rechts die Elbe - links dieselbe

Zieleinlauf mit Andreas

Um 18 Uhr kam nochmal ein starker Regen runter, oh je. 3 Läufer waren noch auf der Strecke. Die Ärmsten. Aber mit Regen soll nun in den nächsten Tagen erst einmal Schluss sein. Ein Glück.

Zum Abendessen gab es wieder lecker Hühnchen mit Spaghetti. Etwas verspätet, ca. 18:45h, so dass es dann gar nicht mehr lange dauerte bis das Licht ausging.

 



Das Video zum Lauf ist fertig!

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